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In dieser Folge erklärt die Höchste Meisterin Ching Hai den Weg des inneren himmlischen Lichts und Klangs und gibt Tipps, wie man einen wahren Meister erkennt. (Ich bin zu spät gekommen und weiß nicht, ob Sie das vielleicht schon beantwortet haben. Aber ich möchte diese Frage trotzdem stellen. Kennen Sie Sant Mat oder Surat Shabd Yoga?) Ja, ja, das kenne ich. (Wie lässt sich das mit dem vergleichen, was Sie lehren, und was halten Sie davon?) Vielleicht ähnlich. Meine Vorträge sind nur umfangreicher, umfassender – das Wissen und die Erklärung. (Meinen Sie also damit, dass Sie dasselbe lehren?) Ich denke schon, ja. (Okay. Wird das in Ihren Büchern, die ich mir besorgen kann, näher erklärt?) Ah, nein, das wird dort nicht erklärt, denn es handelt sich um die [Guanyin]-Methode, und die kann man nicht erklären, sie wird nur in Stille weitergegeben. Was ich erkläre, ist nur eine Art Philosophie. (Ihre Meditationsmethode beinhaltet also das innere (himmlische) Licht und den inneren (himmlischen) Klang?) Richtig. (Okay. Vielen Dank.) (Aber ich muss sagen, mit der [Höchsten] Meisterin Ching Hai ist es auch sicherer und kraftvoller.) (Kraftvoller als die indischen Gurus in der Linie von Shiv Dayal Singh?) Nein, so etwas sollten wir nicht sagen. (Okay.) Wissen Sie, wir wollen keine Vergleiche anstellen, denn die Menschen haben unterschiedliche Affinitäten zu verschiedenen Meistern. Wenn sie das Gefühl haben, dass Sant Mat Sie anspricht, ist das der richtige Weg. Wenn Sie das Gefühl haben, dass ich Sie mehr anspreche, dann haben Sie mehr Affinität zu mir. Ja? (Welches ist Ihre Linie? Wer ist Ihr Meister und der Meister Ihres Meisters usw.?) Es liegt im Himalaja. Die Linie stammt nicht von einer Person. Sie kommt von Gott. Und fließt durch verschiedene Kanäle. (Gibt es Ihrer Meinung nach immer nur einen Meister auf der Erde, oder könnte es viele geben?) Viele. (Danke.) Weil es so viele Länder gibt. Ein Meister allein kann nicht die Bedürfnisse aller Menschen erfüllen. (Ja.) Außerdem hat der physische Körper seine Grenzen. Als der Buddha lebte, gab es noch einen anderen Meister an seiner Seite. Manchmal gibt es mehrere, manchmal gibt es viele, je nach den Erfordernissen der Zeit. Aber manchmal wird ein Meister so berühmt oder weithin anerkannt, dass andere Meister in seinen Schatten geraten. Das ist alles. Zum Beispiel kennt heute jeder den Buddha, weil er schon seit 2600 Jahren etabliert ist. Jeder kennt den Christus. Also geraten alle anderen in ihren Schatten. Sant Mat ist auch schon seit Jahrzehnten etabliert, und Guru Nanak bereits seit 500 Jahren. Natürlich sind sie etablierter und bekannter, aber das bedeutet nicht, dass dies die einzige Linie ist, die existiert. Woher sonst hätte der Buddha diese Linie erhalten? Und woher haben all die chinesischen Meister und all die japanischen usw. sie erhalten? Derzeit gibt es mehr Meister als sonst – derzeit. Zu anderen Zeiten vielleicht nur einen, zwei oder drei. Derzeit gibt es viel mehr. (Wie unterscheidet man zwischen den verschiedenen Meistern? Gibt es verschiedene Ebenen von Meistern?) Auf demselben oder einem anderen Pfad? (Auf verschiedenen Pfaden.) Oh! (Wie entscheidet man, wer der Richtige ist?) Wer der Richtige ist? (Ja.) Ja. Praktizieren Sie Sant Mat? (Ich wurde in Honolulu eingeweiht.) Bei wem? (Sant Darshan Singh.) Oh, ja. Ihr Meister Kirpal Singh würde Ihnen sagen, dass es viele Wege zu Gott gibt, aber der Weg des (inneren himmlischen) Lichts und des (inneren himmlischen) Klangs ist der sicherste. Er sagte nicht, es ist der einzige. (Meinen Sie damit, dass er nicht gesagt hat, das sei der einzige Weg?) Richtig, das hat er nicht. Er sagte: „Der sicherste, der schnellste (Stimmt, ja.) und der beste.“ Ja. Nun, das würde ich auch sagen. Aber er hat nicht gesagt, dass es der einzige ist. Manche werden durch ihre Sehnsucht nach Gott, ihre Aufrichtigkeit oder Hingabe über viele Leben hinweg auch die Früchte ernten. Wir meinen, dass man ohne Kontakt zu diesem (inneren himmlischen) Licht und (inneren himmlischen) Klang nicht zu Gott gelangen kann. Aber es ist eigentlich keine Methode. Es ist die Art und Weise, wie man mit dem (inneren himmlischen) Licht und dem (inneren himmlischen) Klang in Kontakt kommt. Und man tut alles, um in das (innere himmlische) Licht und den (inneren himmlischen) Klang zu gelangen – das ist alles! Dann ist man erleuchtet. Aber wenn man einen Meister hat, der bereits mit dem (inneren himmlischen) Licht und dem (inneren himmlischen) Klang in Verbindung steht, hilft er einem schneller. Das ist alles. Es ist eigentlich gar keine Methode, nur die göttliche Kraft, die Sehnsucht und die Hingabe. Und weil im Meister eine tiefe Sehnsucht, große Hingabe und erhabene Tugenden wirken, trifft es einen wie ein Schlag – und dann ist man offen. Aber man spürt es eigentlich nicht, es ist nur innerlich, ein sehr stiller Schock. Wenn man es aber ganz allein versucht, ist es schwer, mit dem (inneren himmlischen) Licht und dem (inneren himmlischen) Klang in Kontakt zu kommen. Das ist alles. Wer also mit dem (inneren himmlischen) Licht und dem (inneren himmlischen) Klang in Kontakt kommt und Gott so ergeben ist, der wird nach einiger Zeit ein Meister. Und dann kann er dasselbe an andere weitergeben. Weil er dann in seinem Inneren sehr viel (inneres himmlisches) Licht und sehr viel (inneren himmlischen) Klang hat. So wie wenn man so viel Geld hat, das man es an andere weitergeben kann. Capito? (Verstanden.) (Ich habe eine Frage zu dem, was er gerade gefragt hat. Die erste Frage betrifft im Grunde das Kriterium zur Auswahl eines Meisters. Denn wie Sie sagten, gibt es heute viele Meister, aber es gibt auch viele falsche.) Ja. (Und wenn man heutzutage eine Zeitung aufschlägt, sieht man viele, Meister die Werbung machen.) Stimmt. (Was ist also das Kriterium, damit Menschen wie wir einen Meister auswählen können? Und die zweite Frage ist, weil es so viele Religionen gibt und …) Zuerst die erste und dann die zweite. (Gut.) Eine nach der anderen. Die Leute können sich das nicht alles merken, besonders ich nicht. Nun die erste Frage: Wie wählt man einen Meister aus? Wenn man ein wenig erleuchtet bist, versteht man sofort, wer was sagt. Und wenn der Meister behauptet, der Wahre zu sein, dann kann er Ihnen einige Erfahrungen des (inneren himmlischen) Lichts und des (inneren himmlischen) Klangs oder einer Art himmlischer Wohnstätte gewähren, an der dieser Meister gewesen ist. Er lässt Sie sofort an etwas von seiner Kraft teilhaben, und genau das nennt man einen wahren Meister. Außerdem kann der wahre Meister überall und jederzeit erscheinen, ohne physische Hilfsmittel, ohne Transportmittel. Das ist auch das zweite Kriterium. Doch bevor Sie so weit sind, müssen Sie eine/n Meister/in anhand seiner oder ihrer Worte auswählen. Sprechen die Sie an oder nicht? Sind sie logisch oder nicht? Sind sie intelligent genug oder nicht? Beantworten sie all Ihre Fragen oder nicht? Und achten Sie auf die Tugenden des Meisters! Sucht der Meister wahrhaftig keinen Ruhm, keinen Namen, hat er kein Verlangen? Nun, das ist das Äußere. Und im Inneren erkennen Sie dann, wenn Sie eingeweiht werden, ob der Meister Gotteskraft besitzt oder nicht. Und wenn Sie dann praktizieren, sehen Sie, wie der Meister überall und jederzeit erscheint, um Ihnen zu helfen. Und so erfahren Sie auch jeden Tag mehr und mehr. Okay. (Ich glaube, das ist ...) Ist das in Ordnung? Glauben Sie das? Stimmen Sie zu? (Ja, das klingt sehr ähnlich wie … das ist identisch mit …) Wie könnten Sie den Meister sonst erkennen? Wie können Sie glauben, dass er Geld hat, wenn er Ihnen kein Geld gibt? Wenn er also erleuchtet ist, sollte er Ihnen etwas (inneres himmlisches) Licht geben. Das bedeutet, dass er auch Sie erleuchtet. (Aber es gibt welche … meistens sind die Menschen durch die übernatürliche Kraft sehr verwirrt. Und viele dieser falschen Meister erzählen einem viele Dinge und lassen einen vieles sehen, (Ja.) und dann schließt man sich ihnen an. Und später, wie es in Ihrem Buch steht, wird man besessen.) Ja. (Und dann muss jemand kommen, jemand wie Sie, um jene von der Besessenheit zu befreien. Und wie erkennt man den feinen Unterschied zwischen einem echten Meister, der uns das (innere himmlische) Licht zeigen kann, und einem, der das nicht kann?) Oh! Sie müssen auch in Ihr Herz schauen, um den Meister zu finden. Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Meister. Das heißt: Wenn Ihr Herz rein und aufrichtig ist, werden Sie einem reinen und aufrichtigen Meister begegnen. Schauen Sie also in Ihr Herz, um einen Meister zu finden; nicht auf äußere Phänomene oder Zeitungsanzeigen. Achten Sie darauf, was Sie wollen. Wollen Sie Gott oder wollen Sie Phänomene? Wollen Sie Gott oder wollen Sie übersinnliche Kräfte? Wenn wir Gott wirklich wollen, beten wir natürlich. Wenn Sie sich nicht sicher sind, beten Sie einfach zu Gott: „Ich kenne Dich nicht. Bitte lass mich Dich kennenlernen und nur Dich verehren, und lass nicht zu, dass andere Menschen mich in die Irre führen.“ Gott wird das sicherlich hören, und wird Sie zu dem guten Meister führen. Reinheit und Aufrichtigkeit sind die Garantie dafür, einen guten oder schlechten Meister zu finden. Meinen Sie nicht auch? (Ja.) Der Meister ist in Ihrem Herzen. (Gut. Nun zur zweiten Frage.) Ja. (Menschen haben ja unterschiedliche Anhaftungen.) Ja. (Und deshalb gibt es im Buddhismus ebenso viele Sekten wie es außerhalb des Buddhismus Religionen gibt.) Stimmt. (Und wie raten Sie den Menschen, ihren Weg zu wählen – sei es Zen-Buddhismus, tantrischer Buddhismus, Reines-Land- Buddhismus, Tiantai- Buddhismus oder Christentum? Haben Sie einen Rat für die Menschen hier?) Ich empfehle niemandem, einer bestimmten Richtung zu folgen. Die vielen Sekten entstanden nur deshalb, weil in unterschiedlichen Epochen viele Meister auftraten. Und dann folgten die Menschen diesem Meister und gründeten nachdem, er gegangen war, eine weitere Sekte. Zu Lebzeiten gründete der Meister überhaupt keine Sekte. Er ließ die Menschen glauben, woran sie glaubten. Und er mischte sich nicht in den Hintergrund, den sozialen Status oder den Glauben der Menschen ein. Ich meine, den ursprünglichen Glauben. Denn der Meister weiß, dass alle Glaubensrichtungen denselben Ursprung haben. Sie entstehen erst, nachdem ein erleuchteter Meister die Welt verlassen hat, und die Menschen sich einfach um diese Persönlichkeit scharen und eine neue Tradition gründen. Zum Beispiel stammt die Tiantai- Linie von dem Meister ab, der am Tiantai-Berg lebte. Die Lin-Jih-Tradition ist nach dem Meister Lin Jih benannt. Das ist alles. Aber wenn der Meister gegangen ist, ist jede Sekte nutzlos. Das Wichtigste ist, durch irgendeinen Meister Erleuchtung zu erlangen. Ob er Muslim, Christ, Buddhist, Tiantai oder Shingon ist, sollte einem egal sein. Denn der Meister würde Sie ohnehin dasselbe lehren –auch innerhalb Ihrer ursprünglichen Glaubensrichtung. Aber das wissen Sie erst nach der Erleuchtung. Oder vielleicht sind Sie schon ein wenig erleuchtet und verstehen dann die Tragweite. Und später folgen Sie der Lehre dieses Meisters, und dann wissen Sie alles selbst. Und Sie verstehen dann auch, dass es keinen Unterschied zwischen Sekten und Religionen gibt. (Danke.) (Können Sie über Meditation sprechen? Ich weiß nicht sehr viel darüber. Woran denken Sie zum Beispiel, beim Meditieren oder…?) Woran ich denke? (Ja, oder was tun Sie? Na ja, (Okay.) warum sind Sie erleuchtet?) Okay, okay. Meditation ist eine Weise, auf Gottes Rat und Anweisungen zu hören. Nun, warum meditieren wir? Einfach, um etwas Zeit für die innere Botschaft zu reservieren. Da wir ständig um etwas bitten, für etwas beten, müssen wir uns auch etwas Zeit nehmen, um zuzuhören. So wie Sie, wenn Sie mir eine Frage stellen, eine Weile still sein und versuchen müssen, dem zu lauschen, was ich sage. Stimmt‘s? Die Menschen beten jeden Tag zu Gott: „Oh! Gott. Oh, Buddha. Bitte, gib mir das! Bitte sag mir, was ich tun soll! Bitte dies, bitte das …“ Und dann gehen wir hinaus, immerzu beschäftigt, reden laut und hören nie zu. Meditation ist also eigentlich nichts anderes als ein Prozess der Stille. Man sitzt einfach da und hört zu, um zu sehen, was Gott auf unsere Gebete antwortet, und was der Buddha uns aufträgt zu tun. Das ist alles. Es ist eine sehr einfache Sache. Sie fragen und brauchen eine Antwort. Wenn wir also eine Antwort brauchen, müssen wir still sein und zuhören. Das nennt man Meditation, so ungefähr sollte es sein. (Aber rezitieren Sie bestimmte Worte … oder so etwas in dieser Art?) Sie sollen nichts rezitieren. Aber da die meisten Menschen ohnehin etwas rezitieren … Sie sitzen da und wiederholen vielleicht die Worte, die Ihnen Ihr Ehemann gestern gesagt hat. Oder Sie denken an jemanden. Oder Sie denken an Ihr Geschäft, Ihr Geld, Ihre Ängste oder Ihren Ärger … Daher hält der Meister es manchmal für angebracht, Sie einige Namen Gottes oder des Buddha rezitieren zu lassen, damit Sie zur Ruhe kommen und diese chaotischen Gedanken ersetzen. Aber das Rezitieren von Namen bringt Sie Gott nicht näher. Nur Ihre Sehnsucht, Ihre Hingabe und die Kraft des Meisters, können Ihnen bei der Meditation helfen. (Danke.) Sonst noch etwas? (Nein.) Nein? Gut. Photo Caption: „Wir erhellen die Welt überall“











