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In dieser Folge erklärt die Höchste Meisterin Ching Hai die Bedeutung eines lebenden Meisters und die Gesetze des Karma: „Wie man sät, so wird man ernten.“ Wenn wir wirklich an den (Herrn)Jesus glauben und ihn sehen wollen, können wir hingehen, aber wir müssen uns zu dem Ort erheben, an dem er weilt. Und das ist nur durch Ausdauer, Meditation, Gebet und die Gnade eines lebenden Meisters möglich. Denn ein Meister, der einen menschlichen Körper hat, ist leichter zu erreichen. Ein Meister, der im Fleisch ist, ist auch im Geist. Aber der Meister, der nur im Geist ist, kann nicht im Fleisch sein. Deshalb ist ein lebender Meister wichtiger als ein Meister, der nur im Geist ist, weil man ihn sonst nicht sehen und nicht auf diese Ebene aufsteigen kann. Der Meister, der im Fleisch weilt, weilt auch im Geist. Deshalb sagte der Herr Jesus, als er noch auf Erden war, was sagte er? „Ich und mein Vater sind eins.“ Er war auf der Erde, hatte einen menschlichen Körper und musste essen, gehen, trinken, so wie jeder andere Sterbliche. Aber er sagte: „Ich und mein Vater sind eins.“ Er log nicht; er sagte die Wahrheit. Denn er weilte sowohl im Fleisch als auch im Geist. Er verfügte über beide Mittel, um den Menschen im Fleisch und im Geist zu helfen. Beim Buddha war es ebenso. Als er inkarniert war, konnte er sich sogar in den Himmel erheben. Er führte seine Jünger in viele verschiedene Himmel. Wenn wir die unterschiedlichen buddhistischen Schriften lesen, finden wir darin verschiedene Arten von Himmeln oder Buddha-Landen. Dies liegt an der Kraft des Buddha: Er konnte sich gleichzeitig an vielen Orten manifestieren – auf der Erde, in der Hölle, in den Himmeln, im Buddha-Land im Reich Gottes usw. So unterrichtete er die Schüler gleichzeitig an verschiedenen Orten und auf verschiedenen Ebenen und führte verschiedene Menschen im selben Moment in verschiedene Himmel. Das ist die Kraft eines lebenden Meisters. Ein wahrer lebender Meister sollte eine solche Kraft besitzen. Sonst ist er kein lebender Meister. Deshalb hatte der Herr Jesus nicht nur einen menschlichen Körper. Nach seinem Tod, ist er auferstanden; er flog in den Himmel hinauf, aber das war nicht sein wirklicher physischer Körper. Es war ein Lichtkörper, ein geistiger Körper. Die Bibel ist zu kurz. Es gibt darin zu wenige, zu seltene Erfahrungen. Deshalb können wir die Ähnlichkeit zwischen den Erfahrungen der Christen und denen der Buddhisten nicht sehr gut verstehen. Aber nach dem, was ich durch meine eigenen Erfahrungen verstehe, weiß ich, dass der Herr Jesus dieselben Kräfte hatte wie der Buddha – er konnte überall, an jedem Ort und zu jeder Zeit erscheinen. Mit anderen Worten: Er hatte die Buddhaschaft erlangt. „Christus“ ist lediglich der hebräische Name für Buddha; „Buddha“ ist nur ein Sanskrit-Name für Christus. Er bedeutet „erleuchtete Person, erleuchteter Heiliger, ein lebender Meister – Verkörperung der Wahrheit, des Lichts und der Erlösung“. Sobald man diese Stufe des Christus bzw. der Buddhaschaft erreicht hat, kann man so viele Menschen retten, wie zu einem kommen. Jedem, der einen um Hilfe bittet, kann man helfen. Ihr Schatz ist dann unerschöpflich. Das einzige Problem besteht darin, dass nicht viele Menschen zu einem kommen – nicht die ganze Welt. Denn über den meisten liegt ein Schleier, der sie verhüllt – gewoben aus der eigenen Unwissenheit und dem Missverständnis darüber, wie ein Buddha oder ein Gott zu sein hat. Zu viele Trugbilder, zu viele Lehren und zu viele Dogmen halten die Menschen von einer solchen lebenden Verkörperung der Wahrheit fern. Wenn man Buddhist ist, steckt man im Buddhismus fest, betet immer zu dem hölzernen Buddha und hofft auf Erlösung nach dem Tod. Nun, wenn Sie wirklich aufrichtig sind, werden Sie das zweifellos erlangen. Wenn Sie den Namen des Amitabha-Buddha wirklich aufrichtig rezitieren, wird die höchste Reinheit Ihres Herzens seinen Geist berühren, und er wird Sie nach Ihrem Tod erlösen – daran besteht kein Zweifel – oder sogar schon in diesem Leben. Aber nur sehr selten können Menschen sich selbst in einem solchen Maß reinigen. Deshalb müssen sich die Buddhas, Christus oder die Heiligen immer wieder in dieser Welt manifestieren, um sich ihnen im menschlichen Körper zu zeigen, direkten Kontakt mit den Menschen aufzunehmen und ihnen zu helfen, heimzugehen. Deshalb sehen wir, dass in vielen Zeitabschnitten, der Buddha, Christus, der Prophet Mohammed Friede sei mit ihm usw. kamen – wir nennen sie alle Propheten oder Gesandte Gottes –, sie sind wahrhaftig die Gesandten Gottes. Sie haben Kontakt zu Gott im Himmel, und sie haben auch hier in der Welt Kontakt. Genau wie wenn Sie der große Chef eines großen Unternehmens sind und überall ein Büro und Ihre Vertreter haben, die sich um die Probleme der Menschen kümmern können, die zu Ihrem Unternehmen kommen. Wenn Sie zum Beispiel keine Vertreter in Australien haben, ist es für die [Australier] schwierig zu wissen, dass Sie in Deutschland oder in Amerika existieren, dass Ihr Unternehmen dieses und jenes in Amerika verkauft. Und bei vielen kleinen Problemen und Details müssen Sie direkten Kontakt haben, um die Probleme zu lösen. Die Gesandten Gottes bzw. die sogenannten erleuchteten Heiligen sind die Vertreter Gottes. Wenn wir mit ihnen in Kontakt treten, werden wir zu gegebener Zeit mit Gott in Kontakt treten, und das ist eine direkte Verbindung. Wenn wir also Erleuchtung erlangen, erschaffen wir einen neuen Himmel. Und wenn wir etwas Schlechtes oder Sündhaftes tun, erschaffen wir eine neue Hölle. Glauben Sie nicht, dass die Hölle bereits existiert und nur darauf wartet, dass Sie in sie hinabstürzen. Nein, wir erschaffen sie. Himmel und Hölle sind ganz und gar unsere eigenen Schöpfungen. Ich erzähle Ihnen eine Geschichte aus der hinduistischen Mythologie. Es gab einmal einen Mann, der sehr reich war und starb. Er starb und lebte dann in einem wunderschönen Palast im Himmel. Er lebte dort ohne Probleme. Alles war wunderschön, und es gab einen goldenen Palast für ihn. Er lebte dort schon viele Tage, aber in seinem Umfeld, war niemand, überhaupt niemand. Also ging er sehr weit, weit weg und fragte immer wieder einen Engel: „Was ist los mit meinem Palast? Ich habe keine Diener. Ich habe niemanden um mich, keine Verwandten, nichts; niemand liebt mich, warum?“ Der Engel erwiderte: „Das liegt daran, dass du, als du auf der Erde warst, niemanden geliebt hast. Du hast deine Diener nicht besonders gut behandelt, deshalb kannst du hier keine haben.“ Okay. Da war der Mann sehr unglücklich, kehrte in seinen Palast zurück und sann darüber nach. Er sagte sich: „Nun, wenn ich das nächste Mal zurückkomme, werde ich die Menschen lieben, so dass viele Menschen gern zu mir kommen, denn jetzt bin ich viel zu einsam.“ Er grübelte also darüber nach. Und während er über diese Dinge nachdachte, bekam er Hunger und suchte in seiner Speisekammer nach Essen. Da war nichts, gar nichts, nicht einmal ein Stück trockenes Brot oder Chapatis. Chapatis – indisches Brot. Und so saß er da und dachte: „Ich habe solchen Hunger.“ Und dann betete er erneut zu dem Engel. Er sagte: „Bitte komm! Ich kann jetzt nicht zu dir kommen. Ich bin zu hungrig; kann nicht laufen. Bitte komm zu mir! Ich möchte dir ein paar Fragen stellen.“ Da kam der Engel aus Mitgefühl zu ihm, und der Mann fragte den Engel: „Was ist denn passiert? Warum habe ich nichts zu essen? Ich dachte, im Himmel gäbe es reichlich zu essen. Warum bin ich hier und habe Hunger?“ Da meinte der Engel: „Das hast du dir alles selbst zuzuschreiben. Als du auf der Erde warst, hast du niemandem etwas gegeben. Menschen, die Hunger hatten, kamen zu dir; du hast ihnen weder Essen noch Obdach gegeben. Darum bekommst du jetzt genau das. Du musst es erst erschaffen, um es hier zu haben.“ Oh! Da ging dem Mann ein Licht auf. Er sagte: „Das habe ich also davon, ja, ich glaube, das ist das Gesetz des Karmas.“ Es gab auch nichts zu trinken, und ihm war klar, es war derselbe Grund – er konnte nach dem Tod nicht ernten, was er im Leben nicht gesät hatte. „Wie du säst, so wirst du ernten.“ Er war also sehr unglücklich, darum betete er zu Gott. Er sagte: „Bitte, gib mir noch etwas Zeit zum Leben, mindestens zwei Wochen, damit ich mir eine bessere Umgebung schaffen kann, damit ich etwas zu essen und zu trinken habe.“ Weil er so aufrichtig war, ließ Gott ihn zwei weitere Wochen leben. Während dieser zwei Wochen schenkte er vielen Menschen Essen und Trinken und Liebe. Als er dann in diesen Palast zurückkehrte, hatte er viele Leute, die ihm dienten und ihn liebten, und Essen und Trinken. Aber das ist nur eine kleine Geschichte. Um den unendlichen Himmel zu erschaffen, also den ewigen Himmel, brauchen wir viel mehr Ausdauer und Tugend. Jetzt sagen Sie mir vielleicht: „Nun, ich habe doch nur dieses eine Leben. Wie kann ich mir einen unendlichen Himmel erschaffen?“ Wenden Sie sich halt an jemanden, der bereits einen unendlichen Himmel erschaffen hat, schließen Sie sich ihm oder ihr an und gehen Sie in diesen Himmel; Sie können dann dortbleiben. Aber laut dem Buddhismus führen wir ein Leben nach dem anderen, haben nicht nur ein einziges Leben. Daher haben wir vielleicht genug Tugenden und Verdienste gesammelt, um in einem solchen unendlichen Himmel wie dem des Amitabha-Buddha zu leben. Also in dem Himmel, den er selbst erschaffen hat. So steht es in den Schriften, und es ist die Wahrheit. Deshalb strömen die Menschen immer zu einem lebenden Buddha wenn er auf Erden weilt, um bei ihm Zuflucht zu suchen, denn sie haben nicht genug Vertrauen, ihren eigenen Himmel erschaffen zu können. Dennoch sagte der Buddha oder der erleuchtete Meister zu ihnen: „Seht! Ihr seid euer eigenes Himmelreich. Ihr könnt es durch diese und jene Disziplin, durch diese und jene Tugenden und durch spirituelles Praktizieren erschaffen.“ Denn die Gnade Gottes, die Barmherzigkeit des Buddha sind unendlich. Wenn wir bei ihnen Zuflucht suchen, erhalten wir sie. Gott oder die Buddha-Natur ist das, was wir in unserm Innern haben; es ist die unendliche Kraft, die allein den Menschen verliehen wurde. Wir können diese unendliche Kraft entdecken und alles erschaffen, was wir wollen. Und vergessen Sie die Hölle. Wenn wir keine Hölle erschaffen, dann haben wir sie auch nicht. Aber das heißt, wir müssen nach den Anweisungen des Meisters leben und dürfen uns keine neue Hölle erschaffen, sondern müssen den Himmel erschaffen. Sonst wären ja alle Höllen immer leer und würden auf uns warten, und alle Himmel wären leer und würden auf uns warten – das stimmt aber nicht. Wir erschaffen sie. Ich höre jetzt auf; wenn Sie Fragen haben, können Sie sie gerne stellen – schriftlich oder mündlich. Gut. (Ich bin zu spät gekommen und weiß nicht, ob Sie das vielleicht schon beantwortet haben. Aber ich möchte diese Frage trotzdem stellen. Kennen Sie Sant Mat oder Surat Shabd Yoga?) Ja, ja, das kenne ich. (Wie lässt sich das mit dem vergleichen, was Sie lehren, und was halten Sie davon?) Vielleicht ähnlich. Meine Vorträge sind nur umfangreicher, umfassender – das Wissen und die Erklärung. (Meinen Sie also damit, dass Sie dasselbe lehren?) Ich denke schon, ja. (Okay. Wird das in Ihren Büchern, die ich mir besorgen kann, näher erklärt?) Ah, nein, das wird dort nicht erklärt, denn es handelt sich um die Guanyin-Methode, und die kann man nicht erklären, sie wird nur in Stille weitergegeben. Was ich erkläre, ist nur eine Art Philosophie. (Ihre Meditationsmethode beinhaltet also das innere (himmlische) Licht und den inneren (himmlischen) Klang?) Richtig. (Okay. Vielen Dank.) Photo Caption: „Suche einfach die Weisen auf, statt den beschwerlichen Weg zur Erleuchtung zu beschreiten!“











